Die wichtigsten DIN-Formate im Druckgewerbe

DIN-A-Reihe
DIN A0Mass: 84,0 x 118,8 cm
DIN A1Mass: 59,4 x 84,0 cm
DIN A2Mass: 42,0 x 59,4 cm
DIN A3Mass: 29,7 x 42,0 cm
DIN A4Mass: 21,0 x 29,7 cm
DIN A5Mass: 14,8 x 21,0 cm
DIN A6Mass: 10,5 x 14,8 cm
DIN A7Mass: 7,4 x 10,5 cm
DIN A8Mass: 5,2 x 7,4 cm
Couvert-Formate
DIN C6Mass: 11,4 x 16,2 cm
DIN C5/6Mass: 11,4 x 22,4 cm
DIN C5Mass: 16,2 x 22,9 cm
DIN C4Mass: 22,9 x 32,4 cm
DIN B6Mass: 12,0 x 17,6 cm
DIN B5Mass: 17,6 x 25,0 cm
DIN B4Mass: 25,0 x 35,3 cm

Von A wie Alphakanal bis Z wie Zeilendurchschuss

A
AbfallendAuch: Randabfallend. Angeschnittene Flächen oder Bilder im Druckprodukt.
AbstimmenBeurteilen und Angleichen von Ton- und Farbwerten zwischen Vorlage, Kopievorlage, Andruck und Fortdruck.
AusschiessenAnordnen der Druckseiten (Kolumnen) oder Kopiervorlagen zu einer Druckform, dass nach dem Falzen des Druckbogens die einzelnen Seiten in richtiger Reihenfolge liegen.
Absoluter NullpunktAnordnen der Druckseiten (Kolumnen) oder Kopiervorlagen zu einer Druckform, dass nach dem Falzen des Druckbogens die einzelnen Seiten in richtiger Reihenfolge liegen.
B
BeschnittVerarbeitungstechnisch notwendiger Papierrand, der über das Endformat hinausgeht. Der Beschnitt ermöglicht ein an allen Seiten sauber geschnittenes Endprodukt.
BlindprägungHier wird mit einer Matrizenform Papier reliefartig nach oben oder unten verformt. Damit erzeugt man starke Blickfänge.
BlitzerDifferenzen (Weissstellen) im Passer mehrfarbiger Druckprodukte und bei Schneidefehlern an angeschnittenen Flächen oder Bildern.
ButzenAuf dem bedruckten Papier sichtbare Verunreinigung der Druckfarbe.
C
ChromalinAnaloges Verfahren zur überprüfung der Druckfarben.
CMYKEngl. Abkürzung: Cyan, Magenta, Yellow, Key. Genormte Prozessfarben für subtraktiven Farbaufbau im herkömmlichen Vierfarbdruck.
D
DINAbkürzung für «Das ist Norm». Das grösste Bogenmass DIN A0 (841 x 1189 mm) wird jeweils durch Halbieren der Längsseite in die proportional kleineren DIN-Masse geteilt. Zwischenformate, die nicht der DIN A entsprechen, werden als B-Format bezeichnet. B0 hat das Format 1000 x 1414 mm. Die zur DIN A passenden Hüllen werden mit DINA C4 bezeichnet. DIN C4, zum Beispiel, nimmt DIN-A4-Bögen auf.
DurchschlagenWenn die Druckfarbe von der bedruckten Seite auf deren Rückseite durchdringt. Das ist abhängig von Papierstärke, Saugfähigkeit und Farbauftrag.
E
EinrichtenVorbereitende Arbeiten an Maschinen für die Produktion. Im Offsetdruck alle Arbeiten vom Einspannen der Druckplatte bis zur Druckfreigabe zum Fortdruck.
EinsteckenBuchbinderischer Fachbegriff (auch Sammeln genannt) für das Ineinanderlegen mehrerer Falzbogen zu einer gesamten Lage, die durch den Rücken mit Draht geheftet wird. Es entsteht ein einlagiges Produkt.
Europa-Skala DIN 16539Farbskala für den Offsetdruck (1956), die den Farbort der Prozessfarben Cyan, Gelb und Magenta festlegt.
F
FadenheftungQualitativ beste Bindetechnik zur Herstellung von Buchblocks für Bücher. Einzelne Falzbogen werden im Rücken durch Fäden mit den folgenden Bögen zu einem Buchblock vernäht.
FaserrichtungBei geschöpften und handgeschöpften Papieren ist die Faserrichtung eher zufällig, bei allen anderen Papieren kann die Faser mit oder entgegen der Laufrichtung ausgerichtet sein. Das kann sich folgendermassen auswirken: Papier reisst leichter entlang der Faser und der Falz ist in dieser Richtung feiner und schärfer. Für die Präzision des Drucks und die Weiterverarbeitung ist die Faserrichtung von grosser Bedeutung.
FormatGrösse eines Blattes, eines Bogens, einer Druckseite u. a. Bei einem Seitenformat unterscheidet man Hochformat und Querformat. Grundsätzlich wird zuerst die Basislänge genannt, die parallel zur Schrift läuft.
G
Goldener SchnittSchönheitsgesetz für die Harmonie der Proportionen, das bei der Flächen- und Raumaufteilung in der Kunst, der Typographie u. a. besondere Bedeutung besitzt. Seitenverhältnis 5:8 bzw. 8:13.
H
Holzfreie PapiereAusschliesslich aus reinem Zellstoff (mindestens 95 %), also ohne andere Holzbestandteile hergestellte «Feinpapiere».
Holzhaltige Papierebestehen zu 10 bis 75 % – bei Zeitungsdruckpapier sogar bis zu 90 % – aus Holzschliff.
K
KalanderMaschine mit einer Walzenkombination zum Glätten (Satinieren) von Papieren.
KartonOberbegriff für schwere Papiere über 220 g/m².
Kaschierenüberziehen von Pappen und Kartons mit Papieren, Geweben oder Folien.
KorrekturzeichenGenormte Zeichen nach DIN 16511 für die Angabe von auszuführenden Korrekturen bei Texten und Bildern.
Kunstdruckpapiere(originalgestrichen) sind gestrichene Papiere, die durch Beschichtung in einer besonderen Strichanlage eine glänzende oder auch matte, ebene und geschlossene Oberfläche erhalten haben. Auf ihnen lassen sich Bilder mit feinstem Raster drucktechnisch wiedergeben.
L
Laufrichtungist die Richtung, in der das Papier durch die Papiermaschine läuft. Dadurch ist sie auch die bevorzugte Faserrichtung im Papier. Die Laufrichtung spielt insbesondere bei der Verarbeitung des Papiers eine Rolle, da das Material in dieser Richtung meist eine grössere Festigkeit bzw. Steifigkeit aufweist.
M
MasshaltigkeitBezeichnung für die Verformungsstabilität von Papier bei unterschiedlicher Temperatur oder Feuchtigkeit.
Matt gestrichene PapierePapiere mit einem Kaolin- oder Kreideanteil von 12 bis 22 g/m². Sie zeichnen sich durch gute Opazität und feine Haptik aus und sind haltbarer als viele Kunstdruckpapiere. Die Lesbarkeit ist in der Regel sehr gut, da das Papier weniger reflektiert als Kunstdruckpapiere.
Maschinenglatte Papieredie nur das Glättwerk der Papiermaschine durchlaufen haben. Genügt die Oberflächenqualität nicht, so können sie nachträglich noch satiniert und/oder gestrichen werden. Als Naturpapier werden sämtliche ungestrichenen Papiere bezeichnet, die maschinenglatt oder satiniert sein können.
N
NutzenAnzahl gleicher Exemplare, z. B. Anzahl der aus einem Druckbogen zu schneidenden Exemplare, oder mehrfach von derselben Vorlage angefertigte Kopiervorlagen (Nutzenfilme).
O
OffsetdruckIndirektes, chemisches Druckverfahren mit der höchsten Druckgeschwindigkeit. Der Druck erfolgt von einem Gummituch, auf das der Druckzylinder zuvor die Druckfarbe abgegeben hat.
OpazitätGradmesser für das Durchscheinen eines bedruckten Bogens.
OzalidLichtpause (auch Blaupause) zur überprüfung des Satzes, kostengünstige Alternative zum Andruck. Das Lichtpauspapier wird nach der Belichtung trocken entwickelt durch Ammoniakdämpfe.
P
PasserBeim Mehrfarbendruck der genau über- oder Nebeneinanderdruck der einzelnen Farben.
PostScriptHeute meistgebrauchte Seitenbeschreibungssprache (Programmiersprache) im DTP- bzw. Computer-Publishingbereich.
ProofFarbprüfverfahren für Farbreproduktionen als interne Kontrolle für die Reproduktion, als externe Qualitätskontrolle für den Kunden und ggf. als Muster für den Auflagendruck.
T
TIFFTagged Image File Format. Rechnerunabhängiges Bildformat für DTP-Systeme: Bildinformationen von Halbtonvorlagen werden eingescannt, elektronisch bearbeitet und im TIFF-Datenformat gespeichert.
U
Überfüllung[1] Etwa drei Millimeter breitere Bildfläche bei angeschnittenen Bildern, Flächen, die nach dem Verarbeiten und Beschneiden des Druckbogens einwandfrei angeschnittene Bildseiten ermöglichen.

[2] Aneinander stossende Farbflächen o. ä. werden in der Reproduktion minimal verbreitert, um Passerschwierigkeiten (Blitzer) zu vermeiden.
V
VakatLeer: Unbedruckte Seite.
VierfarbendruckTon- und farbwertrichtige drucktechnische Wiedergabe einer Farbvorlage durch die subtraktiven Grundfarben (Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz mit je einer Druckform).
Z
ZeitungsdruckpapierStark holz- oder altpapierhaltiges, maschinenglattes Papier mit einem Flächengewicht von 40 bis 57 g/m². Da das Papier für den Rotationsdruck mit wegschlagenden Druckfarben bestimmt ist, muss es die Farbe aufnehmen, also gut saugfähig sein.
Zuschussüber die erforderliche Druckbogenzahl hinausgehende Papiermenge, die zum Einrichten, für den Fortdruck und die Druckverarbeitung notwendig ist.